Haarentfernung durch IPL

Ein modernes und sehr wirkungsvolles Verfahren zur Haarenfernung mittels Laser ist die Behandlung mit hochenergetischem Licht (IPL, Intense Pulsed Light). Mit diesem Blitzlaser können sowohl einzelne störende Haare, aber auch ein größerer Hautbereich mit starker Behaarung dauerhaft enthaart werden. Im Normalfall muss für die IPL-Haarentfernung keine Betäubung erfolgen. Es entstehen wenn, dann nur da nur geringfügige Schmerzen. Auf Wunsch kann dennoch eine Sedierung (Betäubung) eingeleitet werden. Durch das Pulslicht wird Energie auf das im Haar vorhandene Pigment konzentriert geleitet. Durch die Energie sterben die Haarwurzeln komplett ab. Vor allem dunkle Haare können mit dieser Methode behandelt werden, da sich die Wirkung über die Pigmente einstellt. Sehr helle bis helle Haare lassen sich mit dieser Lasertechnik leider nicht beseitigen. Direkt nach der IPL-Behandlung sollte der Bereich, z. B. mit so genannten Cool-Packs indirekt gekühlt werden. Dadurch kann eine mögliche Hautreizung gelindert werden.

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Mögliche Nebenwirkungen, Probleme und Komplikationen der Haarentfernung mit IPL

Nach der Behandlung mittels IPL ist der bearbeitete Hautbereich zunächst meist gerötet und gereizt. Es können auch gering ausgeprägte Krusten bei der Behandlung entstehen. Im Regelfall verschwinden diese nach einer kurzen Zeit. Es können auch, insbesondere bei dunklerer Haut Pigmentveränderungen auftreten, die jedoch ebenfalls meist nur temporär bestehen. Eine stärkere Reaktion der Haut auf die Behandlung, z.B. die Bildung von Bläschen, langanhaltende Hautrötung und eventuell dauerhafte Narbenbildung, tritt selten auf.
Falls Hautkrankheiten wie z.B. Herpes oder Akne vorab bestehen, können diese durch die Lichteinwirkung induziert und ggf. sogar verstärkt werden. Bei einer Sonnenallergie (polymorphe Lichtdermatose, photoallergische Reaktionen) kann es zu vorübergehender Hautanschwellung sowie verstärkter Rötung kommen.

Behandlungserfolg

Direkt im Anschluss an die IPL – Therapie ist noch kein Resultat sichtbar. Dieses stellt sich erst nach mehreren Wochen ein. Je nach individueller Haarpigmentierung, Dicke des Haares und Beschaffenheit der Haut sind 3 – 5 weitere Behandlungen notwendig. Mittels der computerunterstützten Methode ist eine jeweilige Behandlungssitzung mit erheblich weniger Zeitaufwand verbunden, im Gegenzug dafür jedoch weitaus genauer und gleichmäßiger.

Wichtige Informationen zur Behandlung
Vor der Behandlung

Die Haare im Enthaarungbereich sollten im Vorgriff auf die IPL – Behandlung auf eine Länge von ungefähr drei Millimeter gekürzt werden. Ebenfalls sollte die Haut ab ca einem Monat vor der Haarentfernung durch IPL keiner intensiven Sonnenbestrahlung mehr ausgesetzt werden. Das UV-Licht kann das Risiko für Pigmentstörungen erhöhen.
Während der IPL – Behandlung

Der Patient, der Operater und alle weiteren Anwesenden müssen eine Schutzbrille tragen, da das Licht die Augen schädigen kann. Weiterhin wird dem Patienten empfohlen, die Augen während der gesamten Behandlung geschlossen zu halten.

Nach der Enthaarung

Sollte die Haarentfernung ambulant stattfinden und und während der Behandlung Betäubungs-, Schmerz- oder Beruhigungsmittel verabreicht werden, so muss eine erwachsene Person den Patienten von der IPL – Bandlung abholen. Durch den Patienten dürfen dann auch keine Fahrzeuge geführt oder Maschinen bedient werden. Auch sollten in diesem Zustand keine schwerwiegenden Entscheidungen getroffen werden.
Der therapierte (enthaarte) Hautbereich sollte gut gekühlt werden, um die Reizung direkt zu verhindern oder ggf. zu lindern. UV-Strahlen sollten für ca. einen Monat nach Behandlung vollständig gemieden werden.